Meine Bachelorarbeit untersucht, wie Leerstellen in historischen Erzählungen sichtbar und erfahrbar werden. Im Zentrum stehen die Geschichten von Itha Stucki, Catherine Repond und Margreth Python, drei Frauen, die zwischen dem fünfzehnten und achtzehnten Jahrhundert der Hexerei beschuldigt wurden. Ich arbeite mit Fotografien – leere Porträts, Orte, Spuren – die zwischen Dokumentation und Inszenierung vermitteln. Dazu kommen Audiopapers im Dialekt mit synchron laufender Transkription sowie ausgewählte Zitate und ein verdichteter Rechercheteil.
Auf der nichtlinearen Projektwebseite hexen-sagen.ch treffen Bild, Stimme und Text zusammen und lassen sich im eigenen Tempo erkunden.
Ziel ist ein offener Erfahrungsraum, der Fragen stellt, Brüche sichtbar macht und Erinnern ohne abschließende Rekonstruktion ermöglicht.